Hast du schon von Postbiotika gehört? Der Begriff taucht aktuell plötzlich überall auf - in Podcasts, auf Social Media und in Gesundheitsmagazinen. Doch die wenigsten wissen: Dein Darm stellt Postbiotika selbst her. Vorausgesetzt, er bekommt die richtigen „Zutaten“.
Und hier wird es spannend. Denn Probiotika, Präbiotika und Postbiotika funktionieren nicht getrennt voneinander, sondern als intelligentes System. Wenn du verstehst, wie dieses Zusammenspiel funktioniert, wird auch klar, warum sogenannte Synbiotika aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommen.
In diesem Artikel erfährst du:
- was Postbiotika eigentlich sind und wie sie im Darm entstehen,
- was der Unterschied zwischen Probiotika, Präbiotika und Postbiotika ist,
- und warum Synbiotika als besonders ganzheitlicher Ansatz für deine Gesundheit und die Stärkung der Darm-Hirn-Achse gelten.
Was sind Postbiotika - einfach erklärt?
Postbiotika sind Stoffwechselprodukte, die von Darmbakterien gebildet werden. Oder einfacher gesagt: Deine Darmbakterien „verarbeiten“ bestimmte Ballaststoffe, die sogenannten Präbiotika aus der Nahrung und produzieren dabei Stoffe, die wiederum deinen Körper beeinflussen können.
Die International Scientific Association of Probiotics and Prebiotics (ISAPP) definiert Postbiotika als:
„Zubereitungen aus unbelebten Mikroorganismen und/oder deren Bestandteilen, die einen gesundheitlichen Nutzen für den Wirt bringen.“
Im Unterschied zu Probiotika sind Postbiotika keine lebenden Bakterien. Genau deshalb gelten sie als besonders stabil und widerstandsfähig.
Zu den bekanntesten Postbiotika gehören die sogenannten kurzkettigen Fettsäuren:
- Butyrat
- Acetat
- Propionat
Sie stehen aktuell stark im Fokus der Forschung, weil sie eine wichtige Rolle für Darmbarriere, Immunsystem und Mikrobiom-Gleichgewicht spielen.
Wie entstehen Postbiotika im Körper?
Der entscheidende Punkt ist: Dein Darm produziert Postbiotika normalerweise selbst. Dafür braucht es aber das richtige Zusammenspiel zwischen Ernährung und Mikrobiom.
Die Entstehung läuft vereinfacht in drei Schritten ab:
1. Du isst Präbiotika
Präbiotika sind bestimmte Ballaststoffe, die in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie dienen deinen Darmbakterien als „Futter“. Bekannte Präbiotika sind zum Beispiel Fructooligisaccharide (FOS) und Inulin.
Sie kommen natürlicherweise unter anderem vor in: Chicorée, Topinambur, Zwiebeln, Lauch, Hülsenfrüchten und Haferflocken.
2. Deine Darmbakterien fermentieren diese Ballaststoffe
Bestimmte Darmbakterien wie Lactobacillus und Bifidobacterium „verarbeiten“ diese Ballaststoffe im Dickdarm. Dieser Prozess wird Fermentation genannt.
3. Als deren Produkte entstehen Postbiotika
Durch die Darmflora-Fermentation entstehen:
- kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat oder Acetat
- Enzyme & Peptide,
- antimikrobielle Stoffe und und weitere bioaktive Moleküle,
- B-Vitamine oder Vitamin K
Der wichtigste Punkt dabei:
Ohne Probiotika keine Postbiotika. Und ohne Präbiotika haben die Probiotika kein Futter, um sie herzustellen. Gerade dieser Unterschied ist wichtig:
Postbiotika sind nicht die „Alternative“ zu Probiotika. Sie sind vielmehr das Ergebnis davon, dass Darmbakterien aktiv arbeiten können. Das System funktioniert nur zusammen: Präbiotika + Probiotika + Postbiotika
Was ist der Unterschied zwischen Probiotika, Präbiotika und Postbiotika?
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Merkmal |
Probiotika |
Präbiotika |
Postbiotika |
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Was es ist |
Lebende Bakterien |
Ballaststoffe als Futter |
Stoffwechsel-produkte der Bakterien |
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Wie es wirkt |
Ansiedlung im Darm |
Nährt nützliche Bakterien |
Wirkt direkt im Darm + Organismus |
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Wirkungseintritt |
Tage bis Wochen |
Sofort als Futter |
Sofort bis Tage |
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Natürliche Quelle |
Joghurt, Kefir |
Chicorée, Zwiebeln, Hafer |
Sauerkraut, Kimchi |
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In BioMe+ |
✓ 5 Stämme, 30 Mrd. KBE |
✓ FOS + Inulin |
Unterstützt die Produktion im Darm |
Was bewirken Postbiotika im Körper?
Die Forschung rund um Postbiotika hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Besonders kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat stehen dabei im Mittelpunkt.
Viele Mechanismen werden aktuell intensiv untersucht. Einige Wirkungen gelten inzwischen als besonders relevant.
1. Sie können die Darmbarriere unterstützen
Die Darmwand entscheidet ständig darüber, welche Stoffe in den Körper gelangen dürfen und welche nicht. Zwischen den Darmzellen sitzen sogenannte Tight Junctions. Das sind kleine „Verbindungsstellen“, die wie eine Schutzbarriere funktionieren.
Butyrat scheint diese Tight Junctions positiv zu beeinflussen. Deshalb wird es häufig im Zusammenhang mit einer erhöhten Darmdurchlässigkeit („Leaky Gut“) diskutiert.
Studien zeigen, dass kurzkettige Fettsäuren die Darmbarriere unterstützen können.
2. Sie können das Immunsystem beeinflussen
Ein großer Teil unseres Immunsystems steht in engem Zusammenhang mit dem Darm.
Postbiotika können mit Immunzellen im darmassoziierten Immunsystem kommunizieren und so entzündliche Prozesse modulieren.
Die Forschung deutet darauf hin, dass bestimmte postbiotische Stoffwechselprodukte zu einer besseren Immunbalance beitragen könnten
3. Sie können entzündungshemmend wirken
Kurzkettige Fettsäuren aktivieren bestimmte Rezeptoren, die an entzündungshemmenden Signalwegen beteiligt sind. Deshalb untersucht die Forschung aktuell intensiv, welche Rolle das Mikrobiom und postbiotische Stoffe bei chronisch entzündlichen Prozessen spielen könnten. Wichtig dabei:
Postbiotika sind keine „Wundermittel“. Sie können aber Teil eines darmfreundlichen Gesamtkonzepts sein.
4. Sie können die Darm-Hirn-Achse unterstützen
Der Darm steht über Nervenbahnen, Hormone und Immunbotenstoffe in ständigem Austausch mit dem Gehirn. Diese Verbindung nennt man Darm-Hirn-Achse.
Genau deshalb wird aktuell erforscht, welchen Einfluss Mikrobiom, Präbiotika, Probiotika und Postbiotika (wie im Darm produzierte kurzkettige Fettsäuren) auf Stress, Stimmung, Schlaf und mentales Wohlbefinden haben könnten.
Studien zeigen bereits erste positive Zusammenhänge zwischen Postbiotika und psychischem Wohlbefinden. In den nächsten Jahren ist hier noch ganz viel wissenschaftliche Forschung zu erwarten.
Welche Lebensmittel enthalten Postbiotika?
Deine Ernährung spielt eine größere Rolle für dein Mikrobiom als du vielleicht denkst. Besonders wichtig sind zwei Gruppen von Lebensmitteln:
Fermentierte Lebensmittel
Sie liefern lebende Mikroorganismen und teilweise bereits entstandene postbiotische Stoffe, zum Beispiel: Sauerkraut, Kimchi, Kefir, Naturjoghurt, Miso, Kombucha.
Präbiotische Lebensmittel
Sie liefern die Ballaststoffe, aus denen Darmbakterien Postbiotika herstellen: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Chicorée, Zwiebeln, Lauch, Haferflocken und resistente Stärke aus gekochten und abgekühlten Kartoffeln oder Reis.
Wenn du dir im Alltag schwer tust, diese Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln in deine Ernährung zu integrieren, kannst du das Zusammenspiel des Mikrobioms mit einem Synbiotikum unterstützen.
Was sind Synbiotika und warum gelten sie als besonders sinnvoll?
Nachdem klar ist, wie Postbiotika entstehen, wird auch verständlich, warum Synbiotika aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommen.
Synbiotika kombinieren Probiotika und Präbiotika in einer Formel. Oder einfacher gesagt: Die Probiotika sind die „Arbeiter“, die Präbiotika liefern das „Futter“ und die Postbiotika sind schließlich das fertige, wertvolle Endprodukt.
Und deshalb gelten Synbiotika als besonders ganzheitlicher Ansatz, denn:
- Probiotika allein brauchen die entsprechende Nahrung, um aktiv zu werden.
- Präbiotika allein bringen wenig, wenn bestimmte Darmbakterien kaum vorhanden sind.
- Erst gemeinsam entsteht ein Umfeld, in dem Postbiotika natürlich produziert werden können.
Genau dieses Prinzip steckt auch hinter BioMe+:
Das Synbiotikum kombiniert fünf wissenschaftlich erforschte Bakterienstämme (L. rhamnosus, L. helveticus, B. longum, B. animalis und L. plantarum) mit FOS und Inulin als Präbiotika.
Zusätzlich enthält BioMe+ Magnesium - ein Mineralstoff, der zur normalen Funktion des Nervensystems beiträgt. Gerade im Zusammenhang mit Darm-Hirn-Achse und Stressmanagement ist das ein spannender Zusatz.
Das Besondere dabei:
Der Fokus liegt nicht auf einem einzelnen „Superstamm“, sondern auf dem Zusammenspiel aus Mikrobiom, Fermentation und natürlicher Postbiotika-Produktion.
Mehr dazu findest du auf unserer Webseite www.braingood.eu und am besten befragst Du unseren Dr. Braingood, das derzeit spezialisierteste KI – System zur Darm-Hirn-Achse.
Die drei wichtigsten Take-aways
1. Postbiotika entstehen natürlich im Darm
Vor allem dann, wenn deine Darmbakterien ausreichend fermentierbare Ballaststoffe bekommen. Eine Ernährung reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist eine gute Basis dafür.
2. Probiotika und Präbiotika arbeiten als System
Ohne Präbiotika fehlt den Bakterien das Futter, und ohne bestimmte Darmbakterien entstehen weniger relevante Postbiotika.
3. Synbiotika kombinieren beide Komponenten
Die Kombination aus wertvollen Präbiotika und Probiotika unterstützt auf einfache Weise die natürliche Produktion von Postbiotika und damit möglicherweise Darmbarriere, Mikrobiom-Gleichgewicht und Darm-Hirn-Achse.